Schweden

Aus Geschichte der Behinderung

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Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte der Heilpädagogik in Schweden seit dem 19. Jahrhundert (Autor: Thomas Barow)

Überblick: Relevante Prozesse, Strukturen, Daten

Entwicklungen im 19. Jahrhundert

  • 1808: Gründung der ersten Schule für Blinde und Gehörlose in Stockholm
  • 1810: Beschluss, Haushaltsmittel für die Unterrichtung blinder und gehörloser Kinder bereitzustellen
  • 1842: Einführung der allgemeinen Schulpflicht (umfasste jedoch keine behinderten Kinder)
  • 1866: Erste Einrichtung für Geistesschwache in Göteborg
  • 1870: Beschluss, Haushaltsmittel für die Unterrichtung geistesschwacher Kinder bereitzustellen
  • 1885: Erste Gründung einer Schule für Körperbehinderte in Göteborg
  • 1889: Einführung der Schulpflicht für Gehörlose
  • 1900: Beschluss, Haushaltsmittel für die Unterrichtung körperbehinderter Kinder bereitzustellen

Entwicklungen im 20. Jahrhundert

  • 1905: Entstehung von Hilfsklassen in Stockholm
  • 1909: Die "Schwedische Gesellschaft für Rassenhygiene" wird gegründet
  • 1922: Gründung des Staatlichen Instituts für Rassenhygiene in Uppsala - weltweit erste staatliche Einrichtung dieser Art
  • 1935, 1. Januar: Inkrafttreten eines Sterilisationsgesetzes, welches 1941 erweitert wurde und bis 1975 bestand
  • 1944: Einführung der Schulpflicht für "bildbare Schwachsinnige"


Zum Forschungsstand: Menschen mit Behinderung in der schwedischen Historiographie

Eugenik und Rassenhygiene

In der jüngeren schwedischen Geschichtsschreibung erfuhr die Situation behinderter Menschen im Zusammenhang mit der Debatte um die Eugenik und Rassenhygiene sowie die damit verbundene Entschädigungsdebatte erhöhte Aufmerksamkeit. So wurden seit Mitte der 1990er Jahre annähernd 30 Monographien bzw. Buchbeiträge sowie eine Vielzahl von Zeitschriftenartikeln zum Thema veröffentlicht. Zu den wichtigsten gehören die Arbeiten der Historiker Gunnar Broberg, Mattias Tydén (Broberg/ Tydén 1991; 1996; Broberg 1995; Tydén 2002) und Maija Runcis (1998). Die Publikationen von Tydén und Broberg beschäftigen sich dabei vor allem mit den ideen- und sozialgeschichtlichen Hintergründen der Eugenik. So vertraten bereits um die Wende zum 20. Jahrhundert verschiedene gesellschaftliche Gruppen – dazu gehörten z. B. Staatswissenschaftler und Mediziner – eugenische Auffassungen, im Jahr 1909 wurde die "Schwedische Gesellschaft für Rassenhygiene" gegründet. Eine bedeutsame Institutionalisierung erfuhr die Eugenik durch die 1922 erfolgte Gründung des Staatlichen Instituts für Rassenhygiene in Uppsala, der weltweit ersten staatlichen Einrichtung dieser Art. Alle im schwedischen Reichstag vertretenen Parteien hatten diese Institutionalisierung und damit die Etablierung der Rassenhygiene unterstützt. Die Einrichtung in Uppsala, die intensive Kontakte zu deutschen Eugenikern pflegte, diente als Modell für die 1927 erfolgte Gründung des "Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik" (Weindling 1999, 193; Weingart/Kroll/Bayertz 1988, 239 ff.).

Intensiv erforscht wurde in Schweden auch die Implementierung und Anwendung der Sterilisationsgesetzgebung. Bereits in den frühen zwanziger Jahren wurde im Schwedischen Reichstag über die Einführung eines solchen Gesetzes debatiert. Allerdings dauerte es noch bis 1934, ehe ein gesetzliches Regelwerk verabschiedet wurde. Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 1935 konnten somit "Geisteskranke, Schwachsinnige oder andere, die unter gestörter Seelentätigkeit leiden", sterilisiert werden. Mit der 1941 erfolgten Gesetzesreform wurden die Gründe für eine Unfruchtbarmachung erweitert. Das Sterilisationsgesetz von 1941 bestand ohne Änderungen bis 1975, auch wenn es in der unmittelbaren Anwendung im Laufe der Jahre zu deutlich unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen kommen sollte. Insgesamt wurden in Schweden zwischen 1935 und 1975 insgesamt rund 63000 Menschen – in erster Linie Frauen – sterilisiert. Vor allem in den dreißiger und vierziger Jahren waren davon in hohem Maße geistig Behinderte betroffen, Schätzungen gehen von etwa 13600 Personen aus; oftmals geschahen die Operationen de facto unter Zwang oder zwangsähnlichen Situationen (Eivergård/Jönsson 2000).

Der Themenbereich Eugenik und Sterilisation fand auch Eingang in einige Dissertationen, die an der Philosophischen Fakultät der Universität Linköping eingereicht wurden. Darüber behandeln diese Arbeiten aber insbesondere pädagogische bzw. sonderpädagogische Fragestellungen. In diese Reihe gehört zuerst das Werk von Judith Areschoug (2000) über "Das schwachsinnige Schulkind"; hier thematisiert Areschoug unter anderem die Einführung der Schulpflicht für "bildbare Schwachsinnige" 1944 sowie die Situation an zwei Sonderschulen in Mittelschweden. Kerstin Färm (1999) hat sich in ihrer Doktorarbeit auf drei Zeitabschnitte des vergangenen Jahrhunderts konzentriert, anhand derer sie den Einstellungswandel gegenüber behinderten Menschen verdeutlicht. Im ersten Abschnitt ihrer Arbeit, der sich auf die Jahre 1916 bis 1944 bezieht, belegt sie eugenische Auffassungen von Alfred Petrén, der als Arzt, Oberinspektor der Geistesschwachenpflege und sozialdemokratischer Reichstagsabgeordneter zu einer zentralen Figur jener Zeit gehört. Eine dritte in dieser Reihe zu nennende Arbeit hat Ulf Jönson (1997) vorgelegt. Er beschreibt die Arbeit einer – in heutiger Terminologie – Erziehungsberatungsstelle in Stockholm 1933-1950, an der vor allem Kinder angemeldet und behandelt werden, die ein sozial abweichendes Verhalten zeigen. Mit der Situation von Kindern, die aus armen Verhältnissen stammen, hat sich Gena Weiner (1995) für den Zeitraum 1900-1940 am Beispiel eines Vorortes in Stockholm beschäftigt.

Gleichwohl die Eugenik von der Allgemeinen Geschichtswissenschaft in Schweden inzwischen umfassend untersucht wurde, erscheinen weitere Forschungen aus den Gebieten der Medizin/Psychiatrie und (Sonder-)Pädagogik als Desiderat. So liegt aus der Medizin erst eine umfangreiche Veröffentlichung vor, die sich im Kontext der Sterilisationsdebatte mit der Rolle der Ärzteschaft beschäftigt (Lynöe 2000).


Entfaltung des Sonderschulwesens

Im Bereich der Sonderpädagogik finden sich in den Einführungen ins Fachgebiet oftmals nur einige Hinweise zur Geschichte (z. B. Söder 1998; Ahlström 1986). Dabei kann die Entwicklung von Hilfesystemen für behinderte Menschen auch in Schweden auf eine lange Tradition zurückblicken. So wurde 1808 in Stockholm die erste Schule für Blinde und Gehörlose gegründet, 1866 entstand in Göteborg die erste Einrichtung für Geistesschwache, ebenfalls dort wurde 1885 die erste Schule für Körperbehinderte gegründet. Die ersten Hilfsklassen in Stockholm nahmen im Jahr 1905 Kinder auf. Die staatliche Verantwortung für die Bildung behinderter Kinder spiegelt sich in den Beschlüssen wider, Haushaltsmittel für deren Unterrichtung zu bereitzustellen: 1810 für Blinde und Gehörlose, 1870 für Geistesschwache, 1900 für Körperbehinderte. Die Einführung der allgemeinen Schulpflicht 1842 umschloss aber nicht Kinder mit Behinderungen, die daher noch über Jahrzehnte auf das Engagement einzelner "Pioniere" und verschiedener Wohltätigkeitsorganisationen angewiesen waren (Förhammar 1991; 1995; Pärsson 1997). Die Schulpflicht für behinderte Kinder wurde erst später eingeführt, so zum Beispiel 1889 für Gehörlose.

Zur Situation geistig Behinderter liegen einzelne Veröffentlichungen vor. Die Entwicklung der Anstalten beschreibt Mårten Söder aus einer "historisch-soziologischen Perspektive" (Söder 1984). Er sieht aufgrund der Wirtschaftskrise die Zeit bis zu Anfang der dreißiger Jahre als eine "passive Periode" an, was besonders für vermeintlich "schädliche" Personengruppen eine "restriktive Anstaltspolitik" mit sich gebracht habe. Eine Wandlung setzte Söder zufolge mit der Regierungsübernahme durch die Sozialdemokraten 1932 ein (a. a. O. 177). Ulla-Britt Bladini (1990) analysiert in ihrer Dissertation den Wandel der schwedischen Sonderpädagogenausbildung von 1921 bis 1981, wobei sich die Darstellung auf Pädagogen beschränkt, die in Hilfsklassen arbeiten. Die Ausbildung von Lehrern für geistig Behinderte an Internatsschulen hat Håkan Brockstedt (2000) ansatzweise in seiner Doktorarbeit über Slagsta, eine der ältesten Schulen für Geistesschwache in Schweden, geschildert; Slagsta angegliedert war das über Jahrzehnte einzige Ausbildungsseminar für Lehrer an Anstaltsschulen – eine Einrichtung, die zugleich deutlich reformpädagogisch geprägt war.

Im deutschen Sprachraum blieb die Situation von behinderten Menschen in Schweden weitgehend unberücksichtigt. Die Debatte um die Eugenik wird von Norbert Götz aufgegriffen, der in seiner Dissertation zu dem Ergebnis kommt, dass es sich bei beiden Ländern "vielmehr um entgegengesetzte Gesellschaftstypen [handelt], die gegensätzlich verfaßt waren und deren politische Systeme völlig unterschiedliche Lebensweltprojekte verfolgten" (Götz 2001, 540). Dahin deutet auch die Aussage Stefan Kühls, der betont, dass in Schweden die "eugenischen Sterilisationsgesetze [...] bereits deutlich die Handschrift sozialdemokratischer Eugeniker" trugen (Kühl 1997, 170).

In der Sonderpädagogik hat Ingeborg Altstaedt (1977) mit ihrer vergleichenden Untersuchung über die Situation von Lernbehinderten in Schweden und Deutschland für lange Zeit die einzige Veröffentlichung vorgelegt, die sich mit der historischen Entwicklung von Hilfesystem für behinderte Menschen in Schweden beschäftigt. In der Zeitschrift "Lebenshilfe" wurde bereits 1987 ein Artikel des Schweden Karl Grunewald mit dem Titel "Sterilisation in Schweden" veröffentlicht, der in knapper Form auch auf die historische Entwicklung eingeht. Erst in jüngerer Zeit wurde die Situation Behinderter in Schweden in der deutschen sonderpädagogischen Literatur überhaupt wieder unter historischen Aspekten thematisiert (Barow 2002; 2004).


Literatur

  • Ahlström, Karl-Georg: "... fyller inte skolans krav." Specialundervisningen i folkskola och grundskola från 1842 till 1974. In: Ahlström, Karl-Georg/ Emanuelsson, Ingemar/ Wallin, Erik (Hg.): Skolans krav – elevernas behov. Lund 1986, S. 9-84
  • Altstaedt, Ingeborg: Lernbehinderte. Kritische Entwicklungsgeschichte eines Notstandes. Sonderpädagogik in Deutschland und Schweden. Reinbek 1977
  • Areschoug, Judith: Det sinnesslöa skolbarnet. Undervisning, tvång och medborgarskap 1925-1954. Linköping 2000
  • Barow, Thomas: Schwedens Weg der Integration. Bengt Nirje und Karl Grunewald, zwei "Pioniere" der Sonderpädagogik in Nordeuropa, über Eugenik, Mentalitätsveränderungen und Normalisierung. In: Zeitschrift für Heilpädagogik, 53 (2002) 8, S. 314-321
  • Barow, Thomas: Die Debatte um die Entschädigung von Zwangssterilisierten in Schweden. In: Geistige Behinderung, 43 (2004) 1, S. 57-65
  • Bladini, Ulla-Britt: Från hjälpskolelärare till förändringsagent. Svensk speciallärarutbildning 1921-1981 relaterad till specialundervisningens utveckling och förändringar i speciallärarens yrkesuppgifter. Göteborg 1990
  • Boli, John: New citizens for a new society. The institutional origins of mass schooling in Sweden. Oxford 1989
  • Broberg, Gunnar: Statlig rasforskning. En historik över Rasbiologiska institutet. Lund 1995
  • Broberg, Gunnar / Roll-Hansen, Nils (Hg.): Eugenics and the Welfare State. Sterilization Policy in Denmark, Sweden, Norway, and Finland. East Lansing 1996
  • Broberg, Gunnar / Tydén, Mattias: Oönskade i folkhemmet: Rashygien och sterilisering i Sverige. Stockholm 1991
  • Broberg, Gunnar / Tydén, Mattias: Eugenics in Sweden: Efficient Care. In: Broberg, Gunnar / Roll-Hansen, Nils (Hg.): Eugenics and the Welfare State. Sterilization Policy in Denmark, Sweden, Norway, and Finland. East Lansing 1996, S. 77-149
  • Broberg, Gunnar / Tydén, Mattias: Introduction. In: Scandinavian Journal of History, 24 (1999) 2, S. 141-143
  • Brockstedt, Håkan: Slagsta skola och seminarium och dess föregångere – skolan för sinnesslöa barn i Stockholm. Ideologi och praktik i undervisningen av barn med utvecklingsstörning 1870-1950. Stockholm 2000
  • Eivergård, Mikael / Jönsson, Lars-Eric: Mellan tvång och frivillighet i 1.074 steriliseringsakter 1935-1975. In: Steriliseringsfrågan i Sverige 1935-1975. Historisk belysning. Kartläggning. Intervjuer. Slutbetänkande av 1997 års steriliseringsutredning. SOU 2000:20. Stockholm 2000, S. 59-129
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  • Ericsson, Kent: The Origin and Consequences of the Normalization Principle. Vortrag auf dem Kongress der International Association for the Scientific Study of Mental Deficiency in New Delhi, 1985 (veröffentlicht unter: http://www.skinfaxe.se/ebok/delhi.pdf)
  • Färm, Kerstin: „Socialt problem“ eller „Som andra och i gemenskap med andra“ – föreställningar om människor med utvecklingsstörning. Linköping 1999
  • Förhammar, Staffan: Från tärande till närande. Handikapputbildningens bakgrund och socialpolitiska funktion i 1800-talets Sverige. Stockholm 1991
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  • Rosenqvist, Jerry: Special education in Sweden. In: European Journal of Special Needs Education, 8 (1993) 1, S. 59-74
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  • Söder, Mårten: Anstalter för utvecklingsstörda: En historisk sociologisk beskrivning av utvecklingen. Stockholm 19842
  • Söder, Mårten: Omsorgsideologins utveckling. In: Bakk, Ann / Grunewald, Karl (Hg.): Omsorgsboken. En bok om människor med begåvningsmässiga funktionshinder. Stockholm 19983, S. 203-211
  • Statistiska centralbyrån (Hg.): Historisk statistik för Sverige. Historical Statistics of Sweden. Statistiska översiktstabeller. Utöver i del I och II publicerade t. o. m. år 1950. Statistical Survey. Tables not published in volumes I and II. Stockholm 1960
  • Statistiska centralbyrån (Hg.): Elever i obligatoriska skolor 1847-1962. Pupils in Compulsory Schools in Sweden 1847-1962. In: Promemorior från SCB 1974:5. Stockholm 1974
  • Tydén, Mattias: Från politik till praktik. De svenska steriliseringslagarna 1935-1975. Stockholm 2002
  • Vonderau, Patrick: Schweden und das nationalsozialistische Deutschland: eine annotierte Bibliographie der deutschsprachigen Forschungsliteratur: 825 Einträge – 439 Annotationen. Stockholm 2003
  • Weindling, Paul: International Eugenics: Swedish Sterilization in Context. In: Scandinavian Journal of History, 24 (1999) 2, S. 179-197
  • Weiner, Gena: De räddande barnen. Om fattiga barn, mödrar och fäder och deras möte med filantropin i Hagalund 1900-1940. Uppsala 1995
  • Weingart, Peter: Science and Political Culture: Eugenics in Comparative Perspective. In: Scandinavian Journal of History, 24 (1999) 2, S. 163-177
  • Weingart, Peter / Kroll, Jürgen / Bayertz, Kurt: Rasse, Blut und Gene: Geschichte der Eugenik und Rassenhygiene in Deutschland. Frankfurt 1988


Links

  • http://www.hhf.se
    Der Aufbau eines "Informations-, Dokumentations- und Wissenzentrums" der Handikapphistoriska Föreningen (HHF, Verband für Behinderten­geschichte) steht derzeit in den Anfängen. Der Verband veranstaltet in unregelmäßiger Folge Tagungen und gibt Schriften heraus.
  • http://www.hso.se/ (z. T. auf Englisch)
    Der Handikappförbunden ist der Dachverband von 39 schwedischen Organisationen der Hilfe und Selbsthilfe von Menschen mit Behinderungen.
  • http://libris.kb.se/ und http://www.libris.kb.se/english/advanced.search.html
    Datenbank der Königlichen Bibliothek; geeigneter Startpunkt für jegliche Literaturrecherche
  • http://www.medorg.scb.se/
    Literaturdatenbank von Socialstyrelsen (Zentrale Sozial- und Gesundheitsverwaltung); insbesondere zahlreiche zeitgenössische Publikationen aus dem Bereich der Medizin.
  • http://www.svenskhistoria.se/lankar.aspx?cat=F%C3%B6reningar
    Das Svenska Dövhistoriska Institutet (SDHI, Schwedisches gehörlosenhistorisches Institut) unterhält u. a. ein Museum und eine Bibliothek. Darüber hinaus veröffentlicht es jährlich eine CD-ROM zur Fachgeschichte.
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